Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.

Fabienne Somm und Céline Vogel, Studentinnen der Höheren Fachschule für Wirtschaft


Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

 

Eine Studienreise nach Asien? Diese Chance haben sich Fabienne Somm und Céline Vogel, Studentinnen der Höheren Fachschule für Wirtschaft am BZWW, nicht entgehen lassen. Wie sie die Reise nach China wahrgenommen haben, verraten sie im Interview.

 

Als Studierende der «Höheren Fachschule für Wirtschaft» am BZWW habt ihr diesen Sommer an einer Studienreise nach Asien teilgenommen. Was hat euch dazu motiviert?

Céline: Ich habe diese Reise als einmalige Chance gesehen, das Land an sich kennenzulernen, aber auch zu sehen, wie Unternehmen in China funktionieren. Das ist schon etwas, das man nicht jeden Tag erlebt. Wir waren eine Gruppe von 32 Studierenden und zwei Begleitpersonen. Oft sind wir nach dem täglichen Programm noch zusammen in den Ausgang. Das «Studio 39» wurde zu unserem Treff – das war sehr bereichernd.

Fabienne: Bei mir war es ähnlich. Nach China geht man nicht einfach so mal hin. Zu sehen, wie die Firmen vor Ort aufgebaut sind und welche Strukturen sie aufweisen, war sehr spannend. Zudem hat mich auch die chinesische Kultur interessiert. Die Verantwortlichen des BZWW haben uns die Einladung der Akademie St. Gallen für diese Reise weitergeleitet. Sie meinten, es wäre schön, wenn auch jemand vom BZWW dabei wäre.

 

Welche Erwartungen hattet ihr an diese Studienreise? Haben sich diese erfüllt?

Céline: Ich wollte einen vertieften Einblick in die Firmen erhalten und erfahren, wie die Abläufe funktionieren und wie sie in China mit den aktuellen Problemen umgehen. Zum Beispiel die erhöhten Zölle oder die Digitalisierung. Diese erfordert, dass die Firmen innovativ und ständig auf dem neusten Stand sein müssen. Wir waren auch bei Schweizer Unternehmen, wie z. B. der UBS oder der Produktionsfirma von Eugster Frismag, wo uns Schweizer Mitarbeitende einführten. Die Teilnahme hat sich für mich gelohnt.

Fabienne: Ich war ebenfalls sehr interessiert daran, die Firmen in China kennenzulernen und einen guten Einblick zu bekommen. Diese Erwartungen haben sich vollumfänglich erfüllt. Die Kultur war faszinierend, es hat uns beide allerdings erstaunt, dass die Englischkenntnisse der Chinesinnen und Chinesen gering waren. Das hat die Kommunikation erschwert. In Hongkong war es anders – wir haben die Atmosphäre als lebendiger empfunden, da dort auch der Tourismus einen höheren Stellenwert hat.

 

Wie nützlich sind die Firmenbesuche, die ihr während eurer Reise erlebt habt, in eurem beruflichen Umfeld oder im Studium?

Céline: Im Studium habe ich nun zum theoretischen Teil auch ein Bild vor Augen, wie es in der Praxis aussieht. Diese Einblicke halfen mir weiter für mein Verständnis. Ich arbeite bei Lidl in Weinfelden im Einkauf.

Fabienne: Im beruflichen Umfeld kann ich nun Vergleiche ziehen: Wie wird es in China umgesetzt, und wie packen wir es in der Schweiz an. In China ist die Technologie auf der einen Seite manchmal höher entwickelt, auf der anderen Seite gibt es auch noch viel Handarbeit. Gerade auch an Orten, wo wir in der Schweiz maschinell unterwegs sind. Im Studium kann ich nun die fachlichen Begriffe besser vernetzen. Ich arbeite bei Tegometall in Lengwil. Wir stellen Stahlregale her.

 

Welcher Moment der Reise hat euch fachlich oder persönlich am meisten geprägt?

Céline: Der Besuch beim Scooterhersteller Micro hat mich sehr beindruckt. In der Produktionshalle haben wir die Fliessbandherstellung besichtigt. Die Mitarbeitenden erledigen täglich während 10 – 12 Stunden denselben Job – sechs Tage die Woche. Sie wohnen und essen direkt vor Ort in einer «Community». Dies auch, weil der Wohnraum allgemein sehr begrenzt ist.

Fabienne: Was bei mir einen starken Eindruck gemacht hat, war die Erkenntnis, dass in China fast doppelt so viel gearbeitet wird wie in der Schweiz. Oft leisten die Mitarbeitenden Überstunden. Für uns Schweizer/-innen ist es unvorstellbar, so viel zu arbeiten. Wir können uns glücklich schätzen.

 

Warum würdet ihr Interessierten das Studium an der «Höheren Fachschule für Wirtschaft» am BZWW empfehlen?

Céline: Das Studium ist sehr praxisbezogen mit Dozierenden, die die Theorie gut mit realen Beispielen unterstützen können. Für mich ist es der einfachste Weg, wenn ich beides habe: Sowohl theoretisches Wissen als auch die Möglichkeit, dieses 1:1 bei meiner Arbeit in die Praxis umzusetzen.

Fabienne: Das BZWW ist sehr zentral gelegen. Wir haben super Dozierende und die Arbeit mit der Lernplattform ist gut strukturiert, so dass wir sehr gut damit klarkommen. Die Vorbereitungszeit kann man sich selbst einteilen. Das Wochenende ist frei, weil wir jeweils am Dienstag- und Donnerstagabend Unterricht haben. Das schätzen wir sehr.

 

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